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Ein Morgen im Mai

A Morning In May

Entlang der ehemaligen DDR-Grenze zieht sich das sogenannte "Grüne Band": der einstige Todesstreifen, der über 60 Jahre lang für die Menschen tabu war. Dieses Grenzgebiet war und ist von der landwirtschaftlichen Nutzung ausgenommen und bildet daher ein einzigartiges Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere. 


Hier blühen seltene Orchideenarten und Rotbauch-Unken und Nachtigallen quaken und singen sich durch die Nacht. 


Gegen viertel vor fünf baue ich noch im Dunkeln mit klammen Fingern das Stativ für die Kamera auf, während die Nachtigallen ein letztes Abschiedslied für die verbleichende Nacht anstimmen.


Ein erster Hauch von blau-violetter Dämmerung lässt sich erahnen und ich nehme um mich herum immer deutlicher das silberne Meer aus glitzerndem Morgentau und weiß-schimmernden Pusteblumen wahr.

 

Noch ist die Welt um mich herum dunstverschleiert, nur einige einzelne Baumriesen ragen wie Leuchttürme aus dem wabernden Nebelmeer hervor und wie in Zeitlupe kriecht der neue Tag hinter dem Horizont hervor.