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Bildergalerie 2011

Photo Galery 2011

Elb-Hochwasser (Januar 2011)

"Die Jahrhunderte werden immer kürzer"  mahnt eine Tafel am Elbdeich in Damnatz, auf der die Jahreszahlen der letzten großen "Jahrhundertfluten" verewigt sind: 1795, 1876, 1988, 2002, 2003, 2006 - und nun schon wieder im Februar 2011. Zum Glück hielten die Deiche an der Elbe den Rekord-Wassermassen stand. Und das nahtlos übergehende Grau von Wasser und Himmel ließ die jahrhundertealten Eichen für den phantasievollen Betrachter fast schwerelos im Nichts schweben ...

Windkraft im Wendland (Mai 2011)

Kaum zu glauben: Der Landkreis Lüchow-Dannenberg deckt seinen Stromverbrauch bereits zu 100% aus regionalen regenerativen Energien! 

So waren bis Ende des Jahres 2010 etwa 630 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 10 MW, 24 Biogasanlagen mit 15 MW und 71 Windkraftanlagen mit 108 MW Nennleistung im Wendland am Netz. Ihre durchschnittliche jährliche Stromproduktion beträgt gut 300 Mio. Kilowattstunden. Davon 63 % Wind, 34 % Biogas und 3 % Solarstrom.

Aber keine Form der Energieerzeugung ist ohne Folgen für die Umwelt: Die 96 Meter hohen Windräder verändern natürlich das Landschaftsbild, sorgen bei höheren Windstärken und Drehzahlen für deutliche Lärmbelästigung im direkten Umfeld und manch Greifvogel wird durch die 26 Meter langen Rotorblätter enthauptet und endet als "Vogelschlag" auf dem Acker ...

Anti-Nazi-Demo in Salzwedel (Mai 2011)

Vom Grundrecht auf Versammlungsfreiheit geschützt, marschieren am 14. Mai 2011 in einer angemeldeten Demonstration etwa 150 Neo-Nazis nach dem Motto "8. Mai - wir feiern nicht!" durch Salzwedel. 

Die alte Hansestadt ist im Ausnahmezustand und scheint förmlich belagert von schwarzen Stiefeln, militärischer Disziplin und raspelkurzen Bürsten-Haarschnitten: ein Fünftel davon sind die Neo-Nazis und vier Fünftel sind die Polizisten aus ganz Sachsen-Anhalt. Mir scheint, als könne man nur durch den Schriftzug "Polizei" die äußerlich zum Verwechseln ähnlichen, schwarz-uniformierten, stiefel-tragenden, kurzgeschorenen Nazis und Polizisten auseinanderhalten. 

Dazwischen wagen sich etwa 500 Gegendemonstranten, die zunächst nur die Marschstrecke der Nazis durch Sitzblockaden und Barrikaden aus rostigen Gartenstühlen und Fahrrädern zu stören versuchen. Schließlich fliegen vereinzelte Pflastersteine und der Geruch von Eskalation liegt in der Luft.

Nach mehrfacher Aufforderung der Polizei, die Straße zu räumen, schreiten die Beamten mit erstaunlich brutaler Härte gegen die passiven, unbewaffneten Anti-Nazi-Demonstranten ein, kesseln die Sitzblockierer eine Stunde lang ein, nehmen sie in Gewahrsam, registrieren die Personalien und lassen die Anti-Nazi-Demonstranten schließlich frei, nachdem der Nazi-Marsch außer Reichweite ist. 

Die Härte des Einsatzes lässt mich erschaudern und erinnert mich an vergangene Anti-Atomkraft-Demos im Wendland. Und die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel schwirrt in meinem Kopf herum ...

Mönchskirche in Salzwedel (Februar 2011)

Von meinem Arbeitszimmer blicke ich direkt auf dieses architektonische Juwel der Backsteingotik. Im Jahre 1250 errichtete der Franziskanerorden das Kernstück dieser ehemaligen Klosterkirche, die 1345 und 1445 mit gewölbtem Chor und Seitenschiff ergänzt wurde.

Nach dem Tod des letzten Mönches diente sie in Teilen ab 1552 als Lateinschule, ab 1895 als Rathaus, bis 1920 als Garnisonskirche und wurde 1986 schließlich zur Konzerthalle umgebaut. Was für eine bewegte Geschichte ... 

Von Norberts tanzenden Händen (Januar 2011)

Der damalige Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) gab sich ein mutiges Stelldichein im Lüchow-Dannenberger Kreistag und stellte sich den überwiegend atomkritischen Fragen der Lokalpolitiker. Wie eine fein durchdachte aber zugleich unnatürlich übertriebene Choreographie tanzen dabei seine Hände über das Rednerpult ...