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"Fukushima 360º – 

Das atomgespaltene Leben der Opfer vom 11. März 2011"


Am 11. März 2014 jährte sich der Atomunfall von Fukushima zum dritten Mal, und in den Medien wird kaum noch darüber berichtet. Doch wie sieht es heute aus in der Region um Fukushima? Wie hat die größte Atomkatastrophe der Geschichte den Alltag und das Leben der Menschen in Japan verändert?

 

Der Umweltjournalist Alexander Neureuter, der bereits im Jahr 2011 für zwei Wochen die evakuierte Sperrzone von Tschernobyl bereist hat, begibt sich erneut auf Spurensuche. Er begleitet 44 unterschiedliche Menschen in Fukushima und erzählt davon, welche tief greifenden und unumkehrbaren Veränderungen der Atomunfall gebracht hat.

Er zeigt die Herausforderungen und Schwierigkeiten im Leben nach Fukushima, schreibt über Verzweiflung und Hoffnung, teilt die Träume auf eine bessere Zukunft und wird Zeuge vom herausragenden Engagement einzelner Menschen, die selbstlos über sich hinauswachsen. Und er beschreibt die Skrupellosigkeit eines alteingesessenen Systems aus Politikern, Beamten, Ärzten, Medien, organisierter Kriminalität und Industriekonzernen, für die ein einzelnes Menschenleben nicht sehr viel zählt.

 

Eine spannende und bewegende Dokumentation zur aktuellen Frage, ab welchem Punkt die Risiken einer Technologie gesellschaftlich, wirtschaftlich und ethisch untragbar werden.


Bewegende Zitate und Bilder beschreiben den veränderten Alltag.
Bewegende Zitate und Bilder beschreiben den veränderten Alltag.
Kinder berichten von den gravierenden Folgen des Atomunfalls.
Kinder berichten von den gravierenden Folgen des Atomunfalls.
Betroffene erzählen davon, wie sie mit ihren Ängsten umgehen.
Betroffene erzählen davon, wie sie mit ihren Ängsten umgehen.
Ganze Familien gewähren Einblick in ihr atomgespaltenes Leben.
Ganze Familien gewähren Einblick in ihr atomgespaltenes Leben.

"Fukushima 360º" ist keine weitere Beschreibung des Atomunfalls und seiner technischen Ursachen und es ist kein weiterer Bildband mit menschenleeren, evakuierten Häusern.

 

"Fukushima 360º" gibt einen umfassenden und tiefen Einblick in die gesellschaftlichen Wurzeln der Katastrophe und beschreibt aus der Perspektive der betroffenen Menschen, welche ungeahnten Auswirkungen der Unfall auf Japan hatte, immer noch hat und weiterhin haben wird. 

 

„Fukushima 360º“ ist ein aufwendig und umfassend recherchierter Rundumblick über die Folgen des Atomunfalls und besticht durch eine vielfältige Mischung von berührenden Reportagen und Zitaten, faktenorientierten Hintergrundberichten und großformatigen Fotos.

Großformatige Fotos belegen das wahre Ausmaß der Tragödie.
Großformatige Fotos belegen das wahre Ausmaß der Tragödie.
Schlüssige Hintergrundberichte legen die Unfallursachen dar.
Schlüssige Hintergrundberichte legen die Unfallursachen dar.
Kartenvignetten über den Fotos zeigen den genauen Aufnahmeort.
Kartenvignetten über den Fotos zeigen den genauen Aufnahmeort.
Karten und Grafiken vermitteln alle Fakten auf einen Blick.
Karten und Grafiken vermitteln alle Fakten auf einen Blick.

Die Foto-Reportagen und Zitate zeigen, wie sich der Alltag von 44 unterschiedlichen Menschen aus dem Raum Fukushima durch das Unglück auf unglaubliche Weise verändert hat und unter welchen Folgen sie heute leiden, z.B.:

 

  • die beiden Bio-Bäuerinnen, die zu den Motoren der neuen japanischen Anti-Atom-Bewegung wurden, 
  • der mutige Journalist, der die Abhängigkeiten der japanischen Medien von der Industrie und von der staatlichen Macht aufzeigt,
  • der Professor, der gegen die Verbrennung von radioaktiven Trümmern demonstriert und dabei verhaftet wurde,
  • die Atom-Flüchtlinge aus Fukushima, die nach mehr als 1.000 Tagen immer noch in Containern leben,
  • der Rinderfarmer, der nach der Katastrophe auf seiner verstrahlten Farm bei seinen Tieren geblieben ist, 
  • der arbeitslose Fischer, der seinen Fang nicht mehr verkaufen darf, 
  • der McDonald's-Restaurantbesitzer, der sein Restaurant schließen musste,
  • der Maler, der seine Ängste und Gefühle in ein ergreifendes Triptychon verwandelte, 
  • der Krankenpfleger, der sich um die verstrahlten und verletzten Arbeiter in der Atomruine gekümmert hat, 
  • der Zahnarzt, der eine private Messstation zur Strahlenmessung von Lebensmitteln aufgebaut hat, 
  • die Eltern, deren Kinder unter immer mehr Schilddrüsenknoten leiden und 
  • Überlebende des Atombombenabwurfs von Hiroshima, die den unheilvollen Zusammenhang zwischen 
Atomwaffen und Atomenergie in Japan erklären.

 

Die bebilderten Hintergrundberichte erklären in leicht verständlicher Form die politischen, historischen, technischen und sozialen Ursachen der Atomkatastrophe.

 

     "Fukushima 360º - Das atomgespaltene Leben der Opfer vom 11. März 2011"

     44 Foto-Reportagen von Alexander Neureuter

 

     204 Seiten, 158 meist großformatige Farbfotografien


     Flex-Cover, Fadenbindung, schweres Bilderdruckpapier

     26,0 x 29,7 cm, 1.320 Gramm


     ISBN 978-3-00-044733-4

 

     29,80 Euro  
     (vom Erlös dieses Buchprojektes gehen 2 Euro 
pro Buch 
     als Spende an die Fukushima Collaborative Clinic)

 

 

 


Mehr Informationen über das Buch finden Sie auch in der folgenden Buchbesprechung von Britta Fecke, die DeutschlandRadio am 10. März 2014 sendete. 

Buchbesprechung in der Radiosendung "Andruck"
Deutschlandfunk, 10. März 2014, 19.35 Uhr
DLF_20140310_1935_Andruck.mp3
MP3 Audio Datei [5.5 MB]
Download

"Was wäre, wenn ..."

Ergänzend zur Fotoausstellung "Was wäre, wenn ..." ist im Januar 2013 der begleitende, gleichnamige Bildband erschienen.

 

Der Inhalt: Das Atomkraftwerk Brokdorf an der Unterelbe scheint beim Atomausstieg ebenso wie acht weitere schlichtweg vergessen worden zu sein. Darum fordern Atomkraftgegner: Das Ding muss weg. Jetzt. Und nicht erst Ende 2021. Denn bei einem Unfall würden riesige Flächen im dicht besiedelten Europa radioaktiv verseucht und für Millionen Menschen dauerhaft unbewohnbar. Wesentlich umfangreicher noch als die evakuierten Sperrzonen von Tschernobyl und Fukushima.

 

Was dies bedeuten würde, davon erzählt dieser Bildband. Den Fotos aus Tschernobyl stehen jeweils vergleichbare Momente aus unserem Alltagsleben in Norddeutschland gegenüber: dem verwaisten Riesenrad in Pripyat das voll besetzte Riesenrad auf dem Hamburger Dom, einer verlassenen Sporthalle in Pripyat die tobende Sparkassen-Arena bei einem Heimspiel des THW Kiel, und, und, und.

 

Diese Bilder aus Brokdorf, Norddeutschland und Tschernobyl sollen die Augen dafür öffnen, welche dauerhaften Auswirkungen ein schwerer Atomunfall in Brokdorf auf Norddeutschland und darüber hinaus hätte. Hinter allen Bildern steht die Frage „Was wäre, wenn ...“

 

     "Was wäre, wenn ... -

     70 fotografische Gegenüberstellungen zur Atomkraft",

     Fotografien von Alexander Neureuter,

     Texte von Silke Freitag, Jochen Stay und Alexander Neureuter, 

     84 Seiten, 72 Farbfotos, Hardcover,
     ISBN 978-3-9815677-0-0, 

     € 15,00

 

Erhältlich über den Buchhandel oder schnell und bequem per Online-Bestellung direkt bei .ausgestrahlt

"So lang's noch nicht zu spät ist ..."

Im Jahr 2012 standen im oberirdischen Atommüll-Zwischenlager in Gorleben 113 CASTOR-Behälter, von denen jeder ein radioaktives Inventar von 20% der in Tschernobyl freigesetzten Strahlung enthält. Im Inneren dieser 114 Tonnen schweren Sphärogussbehälter wüten alles versprödende Neutronenschauer und Temperaturen von bis zu 400º C.  

 

Wie würde es wohl aussehen, wenn innerhalb der 30 Jahre Standzeit ein CASTOR-Behälter undicht würde, es zu massiver Strahlenfreisetzung käme und das Wendland Hals über Kopf evakuiert werden müsste? Wenn der Mensch überstürzt aus seinem Lebensraum fliehen und seine Kultur, Geschichte, Hoffnungen und Träume zurücklassen müsste?

 

Der Foto-Journalist Alexander Neureuter setzt sich mit diesem „Restrisiko“ auseinander, indem er zwei Extreme gegenüberstellt: auf der einen Seite die farbenfrohe, anrührende Schönheit des Wendlands, auf der anderen Seite die graue, lebensfeindliche Strahlenwüste von Tschernobyl. So lang's noch nicht zu spät ist... 

 

     "So lang's noch nicht zu spät ist ... - 

     60 Ansichten aus dem Wendland und aus Tschernobyl",

     Fotografien und Texte von Alexander Neureuter,

     54 Seiten, 60 Farbfotos, broschiert

 

Vergriffen. 

"Die 5. Jahreszeit"

Wie ein wiederkehrender, allerdings allseits ungeliebter Feiertag bringen der CASTOR-Transport, die rührigen Atomkraft-Gegner und natürlich die mehr als 20.000 anrückenden Polizisten das normale Leben im Landkreis Lüchow-Dannenberg zum Stillstand.  

Denn wenn der CASTOR kommt, dann gibt es knatternde Polizeihubschrauber statt klappernder Störche, bedrohliche Wasserwerfer statt fröhlicher Radler, gesperrte Straßen und Bahnlinien statt freier Fahrt und ätzendes Tränengas statt frischer Landluft. 

 

Zehn ausgewählte Bilderpaare erzählen davon, wie die Ereignisse rund um jeden CASTOR-Transport den Lauf der Zeit im Wendland aus den Angeln heben, und geben überraschende Einblicke hinter die Kulissen des alljährlichen Ausnahmezustands. 

 

     "Die 5. Jahreszeit",

     Fotografien und Texte von Alexander Neureuter,

     64 Seiten, 28 Farbfotos, Hardcover

 

Vergriffen.